Essay: Britta Neitzel über Videospiele
Britta Neitzel: Videospiele - Zwischen Fernsehen und Holodeck. Seite 8

Anmerkungen:

(1) Eine andere Differenzierung, nämlich die zwischen Arcade-Spielen und Heim-Videospielen, also zwischen öffentlichem und privatem Spielen, zu dem in der letzten Zeit noch das Online-Spielen und das Spielen auf LAN-Parties hinzutrat, wird damit in diesem Aufsatz ebenfalls vernachlässigt. ( Zurück zum Text )

(2) Die Bezeichnung VCS - Video-Computer-System, die Atari für die ab 1976 eingeführten Konsolen nutze, ist vielleicht die gelungenste Bezeichnung. ( Zurück zum Text )

(3) Dass Technik natürlich wesentliche Bedingungen für die Computerspiele schafft, soll damit keineswegs gesagt werden. Mir geht es jedoch nicht um das Wesentliche, sondern um den Gebrauch. Technik- und wesenszentrierte Untersuchungen sind, wenn auch leider noch nicht zahlreich, an anderer Stelle zu finden, z. B. Pias, Claus: ComputerSpielWelten, München/Wien 2001. ( Zurück zum Text )

(4) Huizinga, Johan: Homo Ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel. Reinbek 1994, S. 15. ( Zurück zum Text )

(5) Ebd., S. 21. ( Zurück zum Text )

(6) Ebd., S. 21. Die "Andersartigkeit" dieser Spielgemeinschaften erläutert er insbesondere anhand von kultischen, rituellen oder sakralen Handlungen, die er als Ausdruck des Spielgeistes begreift (vgl. ebd., S. 21-37).Gegensätzlich hierzu argumentiert Benveniste (Benveniste, Émile: Le jeu comme structure. In: Deucalion 2, Paris 1947, S. 159-167), der heilige Handlungen und Spiel dadurch unterscheidet, dass im Bereich des Sakralen der Mensch in eine höhere Sphäre, d. h. in die Nähe Gottes, erhoben wird, während im Spiel das Heilige zum Profanen herabgezogen wird. ( Zurück zum Text )

(7) Vgl. dazu Scheuerl, Hans: Das Spiel. Weinheim, Basel 1990, S. 91-95. ( Zurück zum Text )

(8) Heidegger, Martin: Sein und Zeit, Tübingen 1993, S. 27. ( Zurück zum Text )

(9) Das Spiel (play) wird in anthropologisch-phänomenologischen Spieltheorien als Phänomen betrachtet, das alle konkreten Spiele (games) umfasst (vgl. dazu Scheuerl: Das Spiel, S. 347 f., oder Kolb, Michael: Spiel als Phänomen - Das Phänomen Spiel. Studien zu phänomenologisch-anthropologischen Spieltheorien. Sankt Augustin 1990, S. 355 f.). ( Zurück zum Text )

(10) Vgl. Buytendijk, F.J.J.: Wesen und Sinn des Spiels. Das Spielen des Menschen und der Tiere als Erscheinungsform der Lebenstriebe. Berlin 1933, S. 118 f. ( Zurück zum Text )