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SNES - SuperNintendo Entertainment System

1990 veröffentliche Nintendo das Super-Famicom in Japan, um mit Sega's Mega-Drive konkurrieren zu können. Schon lange zuvor wurde die Gerüchteküche mit Spekulationen über die Leistungsfähigkeit der neuen Konsole angeheizt. Als das Gerät dann definitiv erschien, machte sich erst einmal schnell Ernüchterung breit: Der Prozessor (ein 16-Bit 6502 Derivat), der nur mit 3,58 MHz getaktet wurde, erwies sich als ziemlich schwachbrüstig, und hatte Schwierigkeiten, große Spriteansammlungen zu verarbeiten. Beispielsweise die Darstellung von „Gradius III“, ein Game das zuvor auf der NES Furore gemacht hatte und nun portiert wurde, ging regelmäßig in die Knie und begann deutlich zu „ruckeln“, wenn sich viele Objekte gleichzeitig auf dem Screen tummelten.

Ein Spiel wie „F-Zero“ konnte dagegen mit flüssiger Grafik begeistern und „Super Mario World“ war vor allem in puncto Spieltiefe ein absoluter Meilenstein. Als besonderes Feature bot die Konsole den sogenannten „Mode 7“-Effekt, der das hardwaremäßige Zoomen von Bitmaps erlaubte. Erstmals in der Games-History lag damit eine Zoom-Funktion vor, die in vernünftiger Geschwindigkeit arbeitete. Ganz neu war dieses Feature allerdings nicht, denn Sharp's X68000 bot diese Möglichkeit bereits 1986. Wer „Mode 7“ einmal in Aktion sehen will, sollte vor allem „Contra 3“ oder dessen deutsches Pendent „Super Probotector“ spielen. Doch die nächste große Ernüchterung in der Konsolengeschichte folgte umgehend: „Super R-Type“, Spitzengrafik, aber im Prinzip das gleiche Manko wie bei Gradius: Bei zu vielen Objekten ging die Performance weiterhin in die Knie. Trotzdem, bis heute erschienen viele tolle Spiele für die SNES-Konsole wie beispielsweise „Axeley“, „Actraiser“, „Contra 3“/“Super Probotector“, „Super Mario World“ und „Super Mario Cart“. Außerdem wurde die mangelnde Prozessor-Power durch externe DSPs, also in den jeweils eingelgten Cassetten integrierte Prozessoren kompensiert. Damit konnte die Konsole sogar die für die 3 D-Darstellung wichtigen Polygone produzieren. Auch der „Super FX Modus“, zuständig für 3 D-Darstellungen in vernünftiger Geschwindigkeit, funktionierte mit Hilfe eines in den Casstten integrierten Zusatzmoduls: des sogenannten FX-Chips. „Starfox“ lief als erstes Spiel auf dessen Basis und gilt heute als Meilenstein unter den 3 D-Games.

Die angekündigte CD-Rom-Ergänzung wurde jedoch nicht mehr realisiert. Ein Projekt, das Nintendo eigentlich zusammen mit Sony geplant hatte, doch Nintendo sprang noch während der Konzeption ab. Sony verfolgte die Idee jedoch weiter und entwickelte hieraus später die Playstation. Interessant auch der unterschiedliche Erfolg, den die Konsole in verschiedenen Ländern hatte: Während beispielsweise in England, Spanien oder den USA stets die Sega Mega-Drive die Nase vorne hatte, setzte sich das SNES-System in Japan und Deutschland eindeutig durch. In Japan konnten die Benutzer zeitweise sogar via Satellit Spiele und Demos runterladen.

Herkunftsland Japan
Aufnahmedatum 03-05-2002
Releasedatum 21-11-1990
Zusätzliche Informationen Hauptprozessor: 65c816 /16-bit custom CPU

Taktrate: 3,58 / 2,68 und 1,79 Mhz

Co-Prozessoren: 3D-Chip, PPU-Spritegenerator, DSP

Grafik: Auflösung: max. 512 x 448 Pixel

Anzahl Farben: 32.768, gleichzeitig max. 256. Davon 128 für Playfields und 128 für Sprites.

Spritegröße: max 64 x 64 Pixel, min 8 x 8 Pixel

Spirteanzahl: max. 32 pro Linie, 128 gleichzeitig

Scrolling: horizonzal, vertikal, diagonal

Sound: APU Sony SPC7000 8-bit Main Sound processor, 16 Bit Stereo / 8 Sound Kanäle

Speicher: RAM: 1024 KBit (2 @ 128 KB x 8)

Video RAM: 512 KBit (2 @ 32 KB x 8)

Audio RAM: 512 KBit (2 @ 32 KB x 8)

Anschlüsse: Joypads, TV/Video/RGB, Netzteil, Expansion

Erstes Spiel: Super Mario World