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Commodore 64

Der C64 gehörte zweifellos zu den erfolgreichsten Heimcomputern, die jemals das Licht der Erde erblickten. Im Jahr 1982 veröffentlichte Commodore ihn als Nachfolger des VC20, ohne zu ahnen, welchen Siegeszug dieser Computer antreten würde. Der C64, von seinen Fans auch liebevoll "Brotkasten" genannt, verfügte über für damalige Verhältnisse sensationelle Grafik- (inklusive 8 Hardware Sprites) und Sound-Fähigkeiten. Bereits 1984 wurden mehr C64’er als Videospielkonsolen verkauft, die nach dem Crash von 1984 (in den USA bereits 1983) erst einmal in der Versenkung verschwanden.

Die Tatsache, dass sich der C64 auch aufgrund der hervorragenden Austauschmöglichkeiten der Software untereinander so gut verkaufte, sollte nicht verschwiegen werden. So war der C64 auch Geburtsstunde vieler damals populärer Crackergruppen wie u.a. „Section 8", „Dynamic Duo" oder auch „German Cracking Service". Oft wurden die Spiele nicht nur gecrackt, sondern noch zusätzlich mit einem Trainer versehen oder sogar verbessert. Unter den Spiele-Highlights des C64 gab es solche Meilensteine wie „Fort Apocalypse" (war ohne Poke für Unsterblichkeit nicht zu bewältigen), „Mask of the Sun", „Summer Games", „Paradroid", „Uridium" (für viele letztlich der beste C64- Shooter) und „Wizball". Alle Top-Titel aufzuführen ist beinahe unmöglich und würde den Rahmen dieses Texts sprengen. Ziemlich großer Beliebtheit erfreuten sich auch Spiele mit editierbaren Levels wie z.B. "Pinball Construction Kit" oder "Mail order Monsters" von Electronic Arts. Derartige Produkte waren auf Konsolen mangels Speichermöglichkeit zum damaligen Zeitpunkt überhaupt nicht realisierbar.

Als Massenspeicher kam natürlich die Datasette und die gefürchtete VC 1541 Floppy (wer kann sich nicht mehr an das Rattern des Schreib/Lesekopfes beim Formatieren erinnern) zum Einsatz. Bezüglich der Peripherie gab es einfach alles, über Freezer Module (Freeze Frame, Final Cartridge) bis hin zu Floppy Speedern (z.B. Speeddos, Dolphin-Dos). Außerdem war der C64 aufgrund seines Userports für Hardware-Basteleien jeglicher Art offen. Von Alarmanlagen bis hin zur Modelleisenbahnsteuerung – der Einsatzbereich war nur von der Fantasie des Anwenders beschränkt.

1986 erschien schliesslich der C64 II. Im Kern zwar der gleiche Rechner, aber mit einem anderen Gehäuse ausgestattet und demzufolge leider nicht mehr derart geeignet für interne Hardware-Erweiterungen. In dieser Hinsicht herrschte nun schlicht und einfach Platzmangel. Immerhin wurde der C64 II mit GEOS ausgeliefert, einer neuen grafischen Oberfläche, ähnlich der Workbench des Amiga. Auch 20 Jahre später gibt es noch eine große Fangemeinde, die dem C64 die Stange hält. So gibt es z.B. die Möglichkeit den C64 an PC-Festplatten anzuschließen, mit externen Prozessoren zu tunen oder seine Rechner zu vernetzen.

Aufnahmedatum 21-06-2002
Releasedatum 01-01-1982
Zusätzliche Informationen CPU/Prozessor: MOS 6510 / 0.985 MHz [PAL], 1.02 MHz [NTSC]

Grafikchip: MOS 6569 (VIC II)

Textauflösung: 40 Zeichen x 25 Zeilen

Grafikauflösung: 320 x 200 bei 2 Farben/Char (HiRes)
160 x 200 bei 4 Farben/Char (MultiColor)

Farben: 16

Sound:Speicher: Ram: 64 KB

Rom: 20 KB

Anschlüsse: 1x Audio/Video, 1x HF-Ausgang, 1x Commodore seriell, 1x Datasette, 1x Expansion-Port, 1x User-Port, 2x Joystick digital