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Pressemitteilung vom 27. Januar 2003 Computerviren hautnah erleben transmediale.03 zeigt ”I love you”- Ausstellung Frankfurt am Main, 27. Januar 2003 – Ein zentraler Ausstellungsbeitrag des internationalen Medienfestivals transmediale.03 in Berlin kommt von der Abteilung digitalcraft im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt. ”I love you – computer_viren_hacker_kultur” bietet konträre Aspekte und Wissenserweiterung zum Thema Computerviren. Nach Auskunft des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) verursachen Computerviren in Deutschland einschließlich der Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen jährlich Kosten in dreistelliger Millionenhöhe. Anstoß zur Ausstellung liefert somit der Spannungsbogen von Computerviren als Auslöser enormer volkswirtschaftlicher Schäden zur Quelle künstlerischer Inspiration. So stehen kontroverse Positionen von Netzkünstlern, Programmierern, IT-Sicherheitsfachleuten und Code Poets im Fokus der Auseinandersetzung mit dem Phänomen, das nahezu tagtäglich unseren Alltag beeinflusst. Computerviren hautnah erwarten die Besucher auf einer Fläche von 150 Quadratmetern im Haus der Kulturen der Welt. An isolierten Terminals (”in the zoo”) können sie die Virensammlung mit circa 400 aktiven Viren einsehen, mit Viren wie ”bad boy” oder ”suicide” infizierte Dateien aktivieren und die Rechner zum Absturz bringen. Hintergrundinformationen zur Entwicklung des Phänomens bis zum heutigen Tag bietet die Darstellung der 30-jährigen Geschichte der Computerviren und ihrer technischen Entwicklung. Die Netzkünstler 0100101110101101.ORG und ”epidemiC” präsentieren die Computerviren ”biennale.py” und ”bocconi.vbs”, welche über ihre Eigenschaft als selbstreproduzierendes Programm hinaus zu sozialen Kunstwerken erklärt wurden. Einblicke in die Hackerethik und die ästhetische Funktion der Computerviren bietet mit einer Auswahl seiner Werke der Free Software Programmierer Jaromil. Programme wie der Flugzeugsimulator von Carl Banks zeigen die Faszination des Programmierens als Spiel mit Form und Funktion. Eine weitere Perspektive zeigt den Programmiercode als Sprache, der über seine reine Funktionalität hinaus einen hohen ästhetisch-künstlerischen Anspruch hat. Den Viren zugrunde liegende Quellcodes dienen mit ihrer Ästhetik als Ausgangspunkt für Vergleiche mit experimenteller Literatur der frühen Avantgarde: Baudelaire oder Apollinaire bis hin zu modernen Dichtern wie Ernst Jandl und den zeitgenössischen Code Poets. Der Brisanz des Themas in seiner wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dimension trägt die Ausstellung durch die Beteiligung des Antivirensoftware-Herstellers Trend Micro Rechnung, der im Kontrast zu den künstlerisch motivierten Hacktivisten der digitalen Kunstszene weniger den ästhetischen Aspekt in der Schaffung von Computerviren sieht. ”I love you” auf der transmediale ist eine thematische Erweiterung der Frankfurter Erstausstellung im Juni 2002. Die von Trend Micro gesponserte Ausstellung wird vom digitalcraft-Team unter Leitung von Franziska Nori konzipiert. Vortrag zur Ausstellung während der transmediale: Franziska Nori: ”Viren-Kultur im Museum” 01.2.2003, 12.00 Uhr, K1 Pressetermine:15.01.2003 – 11h Haus der Kulturen der Welt (Pressekonferenz transmediale) 31.01.2003 – 19h Eröffnung der transmediale und der ”I love you”- Ausstellung im HKW 01.02.2003 – 13h Franziska Nori führt durch die Ausstellung (bitte telefonisch anmelden) weitere Termine können individuell vereinbart werden http://www.digitalcraft.org http://www.transmediale.de http://www.trendmicro-europe.com http://www.go-red.com Ansprechpartner digitalcraft: Franziska Nori Wissenschaftliche Leitung Schaumainkai 17 60549 Frankfurt am Main Telefon: 069 212 312 78 Fax. 069 212 307 03 franziska.nori@stadt-frankfurt.de www.mak.frankfurt.de Maria Lange-Brandenburg KontextK PR-Beratung Argelanderstraße 36 53115 Bonn Telefon: 0228 812 9273 maria.lange-brandenburg.amt45f@stadt-frankfurt.de www.kontextk.de Kurzprofil digitalcraft digitalcraft ist ein 1999 vom Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt initiiertes Projekt. Es hat zum Ziel, schnelllebige Trends der digitalen Alltagskultur in ihrer Entwicklung für die Nachwelt zu dokumentieren. digitalcraft verfolgt den kontinuierlichen Aufbau einer Sammlung, die eine Auswahl zeitgenössischer und historisch relevanter Artefakte digitalen Kunsthandwerks beinhaltet. Die Sammlung ist in zwei Plattformen abrufbar: online unter www.digitalcraft.org und in erweiterter Version im Museum auf Computerstationen. Sie besteht aus den Bereichen Webdesign, Games & Emulatoren und frühe Online-Communities. Kurzprofil Trend Micro Trend Micro, gegründet 1988 in Kalifornien, zählt weltweit zu den Pionieren bei der Entwicklung web-basierender Antiviren- und eSecurity-Software. Das Unternehmen ist fokussiert auf High-end-Technologie zum Schutz von Unternehmensnetzwerken. Es bietet eigenentwickelte, web-basierte High-end-Lösungen an, die jede Form des Schutzes und der Sicherheit gegen Virenangriffe jeder Art (via Gate-way, E-Mail, Server, Workstation) gewährleisten. Trend Micro beschäftigt das weltweit größte Antiviren-Forschungsteam. Zu den wichtigsten Kunden und Partnern zählen führende IT-Unternehmen wie Check Point, Cisco Systems, Compaq, Hewlett Packard, IBM, Lucent Technologies, Microsoft, Netscape Communications, Oracle, Sun Microsystems und Utimaco, aber auch Banken, Versicherungen und Industrieunternehmen. Trend Micro ist außerhalb Japans in zwölf Ländern in Nord- und Südamerika, Australien, Asien sowie Europa mit eigenen Niederlassungen vertreten. Trend Micro ist seit Juli 1999 an der Nasdaq in New York gelistet und wechselte an der Heimatbörse Tokio im August 2000 nach zweijähriger Zugehörigkeit zum OTC-Markt an die Tokio Stock Exchange (TSE). Sitz der Trend Micro Deutschland GmbH ist Unterschleißheim bei München. In Deutschland werden die Aktien von Trend Micro an den Börsenplätzen Berlin, Düsseldorf, München, Frankfurt und Stuttgart gehandelt. |
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